Bürgerinitiative "Gesamtschule für Mettmann"
Für eine zukunftsgerechte und nachfrageorientierte Schullandschaft in Mettmann.

Informationen über uns

Werden Sie Mitglied in unserer Bürgerinitiative "Gesamtschule für Mettmann". Bringen Sie sich ein in die Diskussion über die zukünftige Schullandschaft in Mettmann.

Unsere Ziele für Mettmann

Das dreigliedrige Schulsystem in Mettmann ist ausgelaufen. Wir fordern zum Schuljahr 2021
eine Gesamtschule in der Schullandschaft in Mettmann.


 

Unterschriftenliste hier!

Wir brauchen Ihre Unterstützung für unser Vorhaben. Machen Sie mit und unterstützen Sie uns!  Mit jeder zusätzlichen Unterschrift werden wir stärker und stärker gehört.


Homepage "Gesamtschule Mettmann" online

Die Homepage für die Gesamtschule Mettmann ist nun online. Unter folgendem Link könnt ihr euch informieren und auch einen virtuellen Rundgang durch die Schulgebäude der ehemaligen Anne-Frank-Schule und zukünftigen Gesamtschule unternehmen. Die Klassenräume sind weitgehend fertig, Fachräume vorhanden und sogar teils vollständig eingerichtet.

In den kommenden Monaten wird die Schule saniert und für den Start der Gesamtschule zum Schuljahr 2021/2022 am Borner Weg fit gemacht. Der Haupt- und Finanzausschuss der Stadt Mettmann beschließt am 24.11.2020 dazu die erforderlichen Finanzmittel.

Viel Spaß bei der Besichtigung!

https://www.gesamtschule-mettmann.de





Rat macht den Weg für die Gesamtschule frei!

Der Rat hat am 17.11.2020 nun den Beschluss zur Gründung einer mindestens 4-zügigen Gesamtschule gefasst. Dem Beschluss ging eine 2 ½-stündige Diskussion voraus. Seitens einiger Fraktionen wurden teils „alte Fässer“ aufgemacht und erneut zur Diskussion gestellt. So gab es noch einige Fragen, vor allem von der FDP zu den schulrechtlichen Regelungen und der rechtlichen Bedeutung und Erforderlichkeit des formalen Beschlusses zur Gründung der Gesamtschule. Die im Rat neu vertretene Fraktion Zur Sache ! ME hatte einen weitergehenden Antrag mit Gründung einer 4-zügigen Gesamtschule und zugleich dem Erhalt einer 4-zügigen Realschule mit Integration eines Hauptschulzweigs gestellt und damit für Aufsehen gesorgt. Der Antrag wurde mehrheitlich abgelehnt, nicht zuletzt, da rechtliche und finanzielle Bedenken benannt wurden und der Bedarf für die Schulformen neben der Gesamtschule nicht festgestellt werden kann. Mit den Stimmen der Fraktionen CDU, Grüne, SPD und Linke konnte mit 42 gegen 16 Stimmen eine deutliche Mehrheit zur Gründung einer mindestens 4-zügigen Gesamtschule erreicht werden.     
    
„Wir freuen uns, dass nun dieser Schulkrimi ein gutes Ende genommen hat und zu keiner unendlichen Geschichte wurde“, so Jan Roth, der als Initiator und Gründungsmitglied der Bürgerinitiative den Prozess seit 2018 aktiv begleitet. „Die Eltern haben nun eine verlässliche Perspektive für die nächsten Jahre. Wir freuen uns und blicken mit Freude der Gründung entgegen“, so Vorstands- und ebenfalls Gründungmitglied Tina Kluth. Auch wenn die Bürgerinitiative nun ihr Ziel erreicht hat, besteht jedoch ein gewisser Vorbehalt. Denn die Bürgerinitiative hat bereits in der Einwohnerfragestunde dargestellt, dass eine Gesamtschule mit vier Zügen anhand der vorliegenden und übereinstimmenden Erkenntnisse aller Voraussicht nach nicht ausreichen wird. „Es wäre dramatisch, wenn wir sehenden Auges zwar eine Schule für alle Kinder ermöglichen wollen, dann aber mangels ausreichender Zügigkeit Kinder aus unserer Stadt ablehnen müssen. Immerhin besteht die Möglichkeit kurzfristig vorübergehend die Gesamtschule auf fünf Züge zu erweitern,“, so Felix Spiecker als betroffener Vater, dessen mittlerer Sohn 2021 in eine weiterführende Schule wechseln wird.     
    
Die Bürgerinitiative wird auch in den kommenden Wochen und Monaten den Gründungs- und Planungsprozess begleiten und möchte sich weiterhin konstruktiv in die Schulentwicklungsplanung einbringen. „Neben der Gestaltung der weiterführenden Schullandschaft haben wir uns in einer Arbeitsgruppe bereits eingehend mit der Analyse und dem Ausbau der Grundschullandschaft beschäftigt“, so Jan Roth ergänzend. Der Schulentwicklungsplan zeigt hier einen dringenden Handlungsbedarf auf. Hier möchte die Initiative mit der Stadtschulpflegschaft, den Schulen und der Verwaltung zusammenarbeiten. „Aus dem erfolgreichen Gründungsprozess zur Gesamtschule ziehen wir die Motivation für diese weiteren Aufgaben. Wir als Eltern danken den unterstützenden Fraktionen im Stadtrat und der Verwaltung und blicken gestärkt weiter nach vorne“, so Vorstandsmitglied Jessica Lorenz abschließend.   

 

Bürgerinitiative appelliert an den Rat!

 Am 17.11.2020 steht im Rat nun der entscheidende Beschluss zur Gründung der Gesamtschule an. Zwischenzeitlich konnten wir umfangreiche und konstruktive Gespräche sowie Abstimmungen mit einigen Fraktionen, der Verwaltung, der Bürgermeisterin, der Kommunalaufsicht des Kreises Mettmann, der Bezirksregierung und nicht zuletzt auch sehr vielen Eltern führen. Auch wenn unser Projekt uns derzeit in der heißen Phase jeden Tag viele Stunden bindet, sind wir nicht müde geworden. Nein, ganz im Gegenteil. Denn je länger und je intensiver wir uns mit diesem Thema beschäftigen, umso mehr sind wir von der Richtigkeit zur Gründung einer Gesamtschule in Mettmann überzeugt.

Der Zuspruch der Eltern, der Aufsichts- und Genehmigungsbehörden sowie weiterer Institutionen motiviert uns zusätzlich. Zuletzt hatte sich bereits der Integrationsrat mit einem eindeutigen Votum zu Wort gemeldet, nun liegt auch eine Pressemitteilung der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft NRW sowie eine Stellungnahme der GGG NRW vor, die sich übereinstimmend für eine Gründung einer Gesamtschule aussprechen. Bei der anstehenden Ratssitzung kann es nicht mehr um die Frage gehen, ob eine Gesamtschule gegründet werden soll, sondern nur noch in welcher Größe. Die involvierten Juristen aus unserer Bürgerinitiative kommen zu dem eindeutigen Ergebnis, dass ein ausbleibender Beschluss im kommenden Rat rechtswidrig wäre. Diese eindeutige Rechtsauffassung wird ebenso von der Bezirksregierung sowie der Kommunalaufsicht des Kreises Mettmann bestätigt.

Es kann aus den vorliegenden Ergebnissen des Schulentwicklungsplans abgeleitet werden, dass eine ausreichende Zügigkeit mit mehr als 4 Zügen ab 2021 erforderlich ist. Dies macht auch die Stadtschulpflegschaft deutlich, die bereits 2019 auf die absehbar steigenden Schülerzahlen hingewiesen hat. Nicht nur aus Sicht der Bürgerinitiative wäre es fatal, wenn der Rat aufgrund der Bestrebung von einzelnen Fraktionen eine dem Bedarf zuwiderlaufende Begrenzung der Zügigkeit einführen würde. Herr Heeren, Vorstandsmitglied der GGG NRW prognostiziert, dass dem Schulentwicklungsplan folgend bereits bei einer 5-zügigen Gesamtschule die Gefahr besteht, dass Kinder abgewiesen werden müssen. Dann haben die abgewiesenen Kinder auch keine Chance in den benachbarten Städten innerhalb des Kreises einen Platz an einer anderen Gesamtschule zu bekommen. Die Stadt würde so viele Klagen betroffener Eltern provozieren. 

Für uns ist die Gründung einer sechszügigen Gesamtschule alternativlos, um allen Mettmanner Kindern die Möglichkeit zu geben, am Wohnort beschult werden zu können. Dazu bieten die Räume der ehemaligen Hauptschule am Borner Weg für die ersten beiden Jahre ausreichend Raumkapazitäten.

Die Stadtverwaltung hat in einer neuen Vorlage viele der eingegangenen Fragen beantwortet. Ebenso ist die geforderte Gesamtkostenaufstellung und ein Vergleich der Kostensituation mit und ohne Gesamtschule abgebildet worden. Es ist zunächst nachvollziehbar, dass eine Gesamtschule bei gleicher Zügigkeit gegenüber dem Erhalt der Realschule durch die Sekundarstufe II mehr Schülerinnen und Schüler aufnimmt, auch mehr Raumkapazität in Anspruch nimmt und folglich höhere Kosten auslöst. Aber dadurch begründet sich nach der Auffassung der Bürgerinitiative nicht der in der Vorlage bezifferte Unterschied von 20 Mio. €. Wir kommen zu dem Schluss, dass die betreffenden Summen nicht direkt vergleichbar sein können. Für einen direkten Vergleich der Kosten müsste vielmehr die verbleibende Abschreibungsdauer der aus dem Jahr 1969 errichteten Realschule und der daraus mittelfristig resultierenden Investitionsmaßnahmen berücksichtigt werden. Bei dieser Betrachtung würde sich zwangsläufig eine Annäherung der Kosten für die betrachteten Schulformen ergeben. Es kommt hinzu, dass auch die Gebäude der bestehenden Schulen seit Jahren nicht grundlegend saniert oder renoviert worden sind und der Raumbedarf unabhängig von der Schulform am Bedarf der Entwicklung der Schülerzahlen erweitert werden muss.

 Die Politik hat es versäumt, nach Auslaufen der Hauptschule die Mettmanner Schullandschaft nachhaltig an dem Bedarf und der steigenden Geburtenraten anzupassen. Jetzt ist es an der Zeit, endlich allen Kindern zu ermöglichen, in Mettmann den bestmöglichen Schulabschluss zu erzielen. Wenn nicht jetzt wann dann?? Wir appellieren an die Mitglieder des Rates, endlich den Weg für eine bildungsgerechte Schullandschaft in Mettmann im Sinne unserer Kinder frei zu machen.

Weitere Infos:


Schreiben GEW Kreis Mettmann vom 14.11.2020 per Link:
https://mettmann.gew-nrw.de/unsere-themen/neuigkeiten-aus-mettmann/detail-news-mettmann/news/gesamtschule-fuer-mettmann-jetzt.html


Wir erheben Anspruch auf die Gesamtschule!

 Wir blicken verwundert und mit Erstaunen auf die letzten Tage. Teile der Fraktionen im Rat der Stadt Mettmann äußern trotz der eindeutigen Ergebnisse der Elternbefragung Bedenken zur Gründung. Der Fachausschuss vertagte daraufhin eine Entscheidung. Der Rat verschob wiederum die Entscheidung am 03.11. und nun soll in einer Sondersitzung des Rates am 17.11. final über die Gründung der Gesamtschule abgestimmt werden.

Obgleich ein gewisses Verständnis für die ungünstigen Rahmenbedingungen (konstituierende Sitzung des Rates, geringe Vorbereitungszeit) besteht, so ist der Rat in der Pflicht, die Gründung der Gesamtschule im November auf den Weg zu bringen. Nicht nur aus rechtlicher Sicht besteht ein Anspruch auf eine Beschlussfassung im November, auch stehen die Ratsmitglieder den Wählerinnen und Wählern und insbesondere den Eltern in der Pflicht, die zugesagten und bereits beschlossenen Wege fortzuführen. Wir haben in den vergangenen Tagen viele Gespräche mit politischen Vertreterinnen und Vertretern, der Verwaltung und vor allem auch Eltern geführt. Viele Eltern sind entrüstet und verstehen die Welt nicht mehr, die Eltern fühlen sich von der Politik nicht ernst genommen. Seit der Sitzung des Schulausschusses und der Verschiebung der Entscheidung auf die Sitzung im Rat am 03.11.20 häufen sich täglich die Beschwerden über das Verhalten der Politik bei der Bürgerinitiative. 

Ach aus unserer Sicht liegen keine neuen Erkenntnisse vor, die ein weiteres Verschieben des bereits formal begonnenen und kurz vor dem Abschluss stehenden Prozesses rechtfertigen. Wir erheben den deutlichen Anspruch, dass die Ergebnisse der verbindlichen Elternbefragung jetzt auch von der Politik umgesetzt werden müssen. Wir müssen jetzt entscheiden und dürfen nicht wieder weitere Jahre für den Ausbau der Schullandschaft in Mettmann verlieren. Dies wird aus dem Schulentwicklungsplan mit den eindeutigen Erkenntnissen ersichtlich.

Die Frage zur Finanzierung des erforderlichen Ausbaus der Schullandschaft ist unabhängig von der Schulform zu beantworten. Die Finanzierungsfrage wird jedoch zumeist nur im Kontext der Gesamtschule diskutiert, was wir weiterhin kritisieren. Es darf sich nicht die Frage stellen, ob wir uns Bildung in unserer Stadt leisten können, es besteht ein Rechtsanspruch auf Bildung. Versäumnisse der Vergangenheit, Einsparungen und der Rückbau der Schullandschaft sind durchaus Gründe für die nun deutlicher werdenden Probleme. In Kenntnis dieser Probleme und in Kenntnis des Bedarfs zum Ausbau der Schullandschaft jetzt jedoch nicht zu handeln und die Entscheidung über den Start der Gesamtschule weiter zu verschieben, ist keine Lösung. Zunächst soll nach der abgeschlossenen Planung auf dem Schulgelände des Borner Wegs eine 4- zügige, ggfs. 6- zügige Gesamtschule, starten. Hierzu gibt es ausreichend Raumkapazitäten.

Die Eltern werden folglich eine weitere Verschiebung der Gründung über das Schuljahr 2021/2022 hinaus nicht akzeptieren. Bereits in den letzten Tagen haben sich zahlreiche betroffene Eltern direkt an die gewählten Ratsmitglieder gewandt und ihre Forderung vertreten. Wir fühlen uns mehr denn je dem Elternwillen verpflichtet und werden für diesen entschieden einstehen.

Nach den bisherigen Gesprächen mit den Fraktionen und der Bürgermeisterin sind wir vorsichtig optimistisch, dass der förmliche Beschluss zur Gründung der Gesamtschule am 17.11.2020 mehrheitlich vom Rat gefasst wird. Es wäre für den Start der Gesamtschule äußerst ungünstig, wenn andere weitere Schritte von „oben“ eingeleitet werden müssten.


Ergebnis der Elternbefragung übertrifft alle Erwartungen!

Als vor zwei Wochen die Schulverwaltung der Stadt Mettmann veröffentlichte, dass die erforderlichen 100 Stimmen je Jahrgang zugunsten der Gesamtschule vorliegen, waren wir noch froh und erleichtert, dass diese Hürde geschafft wurde.

Die nun vorliegenden Ergebnisse zur Elternbefragung übertreffen jedoch alle Erwartungen. Nach der Auswertung der Elternbefragung liegen im Schnitt ca. 160 Stimmen je Jahrgang und ohne Hochrechnung für die Gründung der Gesamtschule vor. Das Ergebnis ist ein Paukenschlag und zeigt eindeutig, was sich die Eltern für die zukünftige Mettmanner Schullandschaft wünschen und fordern. Bei dem Ergebnis der Befragung wird deutlich, dass die Gesamtschule nicht nur die mit Abstand meistgewünschte weiterführende Schulform in Mettmann ist, sondern auch absolut deutlich die meisten Stimmen erreichen konnte. Die Politik hat mit Ihren Beschlüssen zur Durchführung der Elternbefragung das Vertrauen in die Hände der betreffenden Eltern gelegt. Die Eltern haben diese Verantwortung angenommen und der Politik einen eindeutigen und unmissverständlichen Auftrag erteilt. Die Rücklaufquote der Fragebögen war mit ca. 80 % sehr hoch. Uns war es besonders wichtig, dass eine hohe Beteiligung erzielt wird und die Mettmanner Eltern sich somit bei dieser repräsentativen Befragung aktiv in die Schulentwicklungsplanung einbringen. Aus dem Ergebnis der Befragung wird deutlich, dass eine Nachfrage für die Realschule nicht mehr besteht. Demnach wäre der Erhalt des bestehenden Schulsystems und eine Investition mit einem zweistelligen Millionenbetrag in die Sanierung und den Ausbau der Realschule, nicht nur aus wirtschaftlicher Sicht, eine erhebliche Fehlinvestition.

Für uns bestätigt das Ergebnis der Elternbefragung das angestrebte Konzept, dass die Realschule bei Gründung der Gesamtschule auslaufen soll. Es wäre wünschenswert, dass mit dem anstehenden Beschluss zur Gründung der Gesamtschule die weiterführenden Schulen den Beschluss anerkennen. Die bestehenden Schulen sollten den Elternwunsch respektieren und zukünftig gemeinsam und konstruktiv im Sinne der Schülerinnen und Schüler zusammenarbeiten. Denn letztendlich geht es primär um unsere Kinder, nicht primär um die Belange und Bedarfe der einzelnen Schulen.


Die Elternbefragung ist positiv, die erforderlichen Stimmen sind da!

 

Nach Angaben der Stadtverwaltung sind bei der Elternbefragung die für die betreffenden Jahrgangsstufen mind. jeweils 100 Stimmen pro Gesamtschule zusammengekommen. Dabei wurde eine prozentuale Hochrechnung noch nicht berücksichtigt.

Wir freuen uns, dass das Ergebnis nun vorliegt und auch ohne prozentuale Hochrechnung eindeutig ist. Das ist wichtig für eine zukünftsgerichtete und bedarfsorientierte Schulentwicklungsplanung und diesbezügliche Investitionen in die Zukunft. Auch freuen wir uns, dass die bisherigen Befragungen mit positiven Tendenzen für eine Gesamtschule – trotz der Widrigkeiten der vergangenen Wochen – sich bestätigt haben. Wir haben nun den wegweisenden Schritt zur Gründung der Gesamtschule in Mettmann geschafft.  

Nun hat die Politik den Auftrag den Elternwillen zu berücksichtigen und die zugesagten Beschlüsse herbeizuführen, um die weiteren Schritte zur Gründung der Schule auf den Weg zu bringen.


Film zur Elternbefragung

























Elternbrief zur Elternbefragung

Hier unser Elternbrief zur anstehenden Elternbefragung




Position BI zur Elternbefragung

Hier unsere Position zur anstehenden Elternbefragung

Teilnehmen!
Das wichtigste zuerst: Möglichst viele Eltern müssen bei der Elternbefragung teilnehmen. Es geht um die Zukunft der Schullandschaft in unserer Stadt und um die Zukunft unserer Kinder. Wir haben es in der Hand und können hier eine entscheidende Grundlage für das weitere politische Handeln schaffen! Die Politik benötigt einen klaren Auftrag, welcher dann zügig umgesetzt werden muss.

Warum eigentlich eine Gesamtschule?

Die Gesamtschule ist eine Schule der Vielfalt - und alles andere als eine „Einheitsschule“.

Die Gesamtschule bietet Ihrem Kind eine Schule, an der alle Abschlüsse möglich sind. Angefangen vom Hauptschulabschluss, über die Fachoberschulreife (dem früheren Realschulabschluss) bis hin zum Abitur, der allgemeinen Hochschulreife. Durch eine individuelle Förderung und Stärkung bleiben so die Chancen auf den bestmöglichen Abschluss lange offen – ohne dass dafür ein Schulwechsel nötig ist.

Eine Festlegung zum jetzigen Zeitpunkt ist daher nicht nötig.

Die Gesamtschule fördert und fordert und begleitet Schülerinnen und Schüler individuell.

  • Durch spezielle Förder- und Fordermaßnahmen werden Schwächen aufgefangen und Stärken ausgebaut. Dabei werden die unterschiedlichen Lerntypen berücksichtigt.
  • Schülerinnen und Schüler werden zum eigenständigen und selbstgesteuerten Lernen angeleitet.
  • In den „Lernzeiten“ innerhalb der Schulzeit wird Unterrichtsstoff vertieft und werden Schulaufgaben gemacht. Auf Hausaufgaben wird weitestgehend verzichtet.
  • Im Ganztagsbereich werden AGs angeboten, aus denen die Schüler wählen können.
  • Ab Klasse 7 bieten Neigungskurse die Möglichkeit ein Fach zu wählen, das besonders gut zu den Schülerinnen und Schülern passt. Sei es z.B. eine weitere Fremdsprache, Informatik, Naturwissenschaften oder Hauswirtschaft.
  • Hauptfächer werden auf verschiedenen Niveaus unterrichtet. In höheren Jahrgängen geschieht das getrennt nach Grund- und Erweiterungskursen. Die weiteren Fächer, z.B. Sport oder Erdkunde, werden bis Klasse 10 im Klassenverband erteilt.

So schafft es eine Gesamtschule, dass Schülerinnen und Schüler bis zum ersten Abschluss in Klasse 9 nicht „sitzenbleiben“ oder gar die Schule wechseln müssen. Ein „sicherer Hafen“ von Klasse 5 bis Klasse 10 und für viele auch weiter bis zum Abitur, nach Klasse 13.

Bildung für alle Kinder:
„Das zentrale Problem bei der weiterführenden Schullandschaft in Mettmann ist, dass nach wie vor nicht alle Kinder in Mettmann beschult werden können. Kinder mit einer Hauptschulempfehlung finden in Mettmann keine Heimat und müssen in umliegende Städte pendeln. Es gilt eine Schullandschaft zu schaffen, die alle Kinder in Mettmann erreicht, es gilt den Bildungsauftrag in unserer Kreisstadt umzusetzen und das bestehende Defizit zu beheben. Aus Sicht der Bürgerinitiative stellt die Einrichtung einer Gesamtschule eine richtige Lösung für das bestehende Problem in Mettmann dar. Denn in einer Gesamtschule können alle Kinder mit jedweder Empfehlung aufgenommen und beschult werden. Diese Schulform löst unser Grundproblem und kommt darüber hinaus den Bedarfen vieler Eltern nach. Die Bürgerinitiative erachtet es als Selbstverständlichkeit und Notwendigkeit, dass eine Stadt selbst in der Lage sein sollte, allen Kindern eine Schulheimat bieten zu können. Die Situation, dass in den vergangenen Jahren bis zu einem Viertel Schülerinnen und Schüler in umliegende Städte auspendeln ist kein gutes Zeichen für Mettmann. Dies sollte verbessert werden und dazu müssen nachfrageorientierte und zukunftsfähige Schulformen entwickelt werden. Die Gesamtschule ist die Schulform, welche in den letzten Jahren am stärksten gewachsen und nachgefragt wird. Dies ist mehr als ein Trend, der für die lokale Schulentwicklungsplanung berücksichtigt werden muss.

Standort Gesamtschule
Die bisherige Planung sieht vor, dass die Realschule auslaufen und die Gesamtschule am Standort der bisherigen Realschule starten soll. Diese Variante unterstützt die Bürgerinitiative. Denn mit dem Erhalt der beiden Gymnasien und einer neuen Gesamtschule können alle Kinder erreicht werden. Kinder mit einer Realschulempfehlung ebenso Kinder mit einer Hauptschul- oder Gymnasialempfehlung finden eine Möglichkeit zur Beschulung. Die Realschule weist erheblich bauliche Defizite auf und muss unabhängig von einer möglichen Einrichtung einer Gesamtschule umfangreich saniert werden. Daher erscheint uns auch aus diesem Grunde der Standort der bisherigen Realschule plausibel und richtig. In dem nun vorliegenden Elternbrief der Verwaltung werden die baulichen Konsequenzen und die temporäre bis zu dauerhaften Nutzung von Teilen der ehemaligen Hauptschule benannt. Es ist positiv anzuführen, dass es für die baulichen Ertüchtigungen in direkter Nachbarschaft Ausweichmöglichkeiten gibt. Es ist hier auch zu beachten, dass ohne Gesamtschule eine Sanierung und bauliche Erweiterung der Realschule erforderlich sind, die Konsequenzen und der Zugriff auf die Teile der ehemaligen Hauptschule sind grundsätzlich gleich.

Immer wieder, nicht zuletzt im Wahlkampf wird angeführt, dass eines der Gymnasien schließen wird, sofern eine Gesamtschule in Mettmann eingerichtet wird. Diese Behauptung findet keine plausible Rechtfertigung. Fakt ist, dass in den vergangenen Jahren die Schülerzahlprognosen steigen und auch die Gymnasien wichtig sind, um die steigenden Schülerzahlen aufzunehmen. So hat die Bürgerinitiative auch positiv die Erhöhung der Zügigkeit des HHG von 3 auf 4 Züge beurteilt. Mit der Einrichtung einer Gesamtschule bei Erhalt beider Gymnasien kann eine gute Koexistenz ermöglicht werden, an der letztendlich die Schulen und vor allem unsere Kinder in unserer Stadt profitieren.

Finanzen
Nicht zuletzt durch die Corona-Pandemie und den geringeren Haushaltseinnahmen wird die Einrichtung einer Gesamtschule vor dem Hintergrund der erforderlichen Finanzmittel hinterfragt. Zunächst muss uns allen bewusst sein, dass es einen Bildungsauftrag gibt und Bildung Geld kostet. Der Bildungsauftrag, die Kinder zu beschulen ist ein Grundrecht und unumstößlich. Unabhängig von der Frage nach einer Gesamtschule muss in die Bildungslandschaft und die Schulen investiert werden. Es bedarf einer dringenden Sanierung bzw. einem Teilneubau der Realschule, hier ist ein zweistelliger Millionenbetrag veranschlagt. Nun stellt sich jedoch die Frage, in welche Bildungslandschaft soll investiert werden. In ein vormals dreigliedriges Schulsystem, welches in Mettmann nur noch aus zwei Gliedern besteht und viele Kinder außen vorlässt? Oder in eine nachfrageorientierte und zukunftsfähige Schulform, welche allen Kindern eine Heimat bieten kann. Ja, die Gesamtschule wird teurer als eine Reaktivierung der Realschule. Aber die umliegenden Städte können auch nicht dauerhaft die Räume und Kosten für die Beschulung unserer Kinder bereitstellen. Die Stadt Mettmann hat hier viele Jahre auf Kosten der umliegenden Gemeinden gespart, dies wird nun offenkundig. Die Gesamtschule bietet einen erheblichen Mehrwert, es werden alle Kinder berücksichtigt, die Schule bietet Platz für mehr Kinder, es handelt sich um eine zukunftsfähige Schulform und demnach eine nachhaltige Investition. Auch wenn der Erhalt und die Reaktivierung der Realschule günstiger wäre, wäre dies eine Fehlinvestition, welche uns allen mittel- und langfristig teuer (und zwar finanziell, gesellschaftlich und sozial) zu stehen kommt.

Wenn eines die Corona-Pandemie aufgedeckt hat, dann, dass wir ein zentrales Problem bei der Bildungsgerechtigkeit in unserem Land haben. In kaum einem Industrieland ist der Bildungserfolg einer Person so abhängig von ihrem sozio-ökonomischen Hintergrund wie in Deutschland (unabhängig von Corona). Kinder aus Familien mit niedrigen Bildungsabschlüssen werden bereits strukturell benachteiligt, dies wird in der aktuellen Situation nochmals verschärft bzw. drastisch aufgedeckt. Gerade in diesem Punkt ist die Gesamtschule für die Bürgerinitiative und viele unterstützende Eltern eine richtige Antwort.


Neue Studie: Schulformempfehlung als prognostisches Instrument untauglich

In einer im August 2020 veröffentlichten Studie von GGG NRW und SLV GE NRW wird nachgewiesen, dass die Grundschulempfehlungen keinen prognostischen Wert haben und demnach als prognostisches Mittel ungeeignet sind. Nur  21%  der  Abiturient*innen  an  Gesamtschulen waren am Ende ihrer Klasse 4 als gymnasialgeeignet prognostiziert. 79% der Abiturienten*innen hatten eine andere Prognose und haben ihr Abitur entgegen der Empfehlung erreicht. Für die Abiturienten*innen des Jahrgangs 2020 mit Migrationshintergrund ergibt sich eine noch deutlichere Fehleinschätzung ihrer Fähigkeiten im 4. Schuljahr. Nur 11% der Abiturienten*innen mit Migrationshintergrund wurde die Prognose Gymnasium zuerkannt. Es ist ein großer Erfolg dieser Jugendlichen und der Schulform, wenn 89% trotz einer Hauptschul-/Realschul-Empfehlung den letzten Jahrgang der Oberstufe besuchen.

Die vorliegenden Daten und Ergebnisse weisen nach, dass:

  • die Schulformempfehlung als prognostisches Instrument untauglich ist,
  • der Übergang von den Grundschulen zu den weiterführenden Schulen sozial selektiv ist und Schüler*in-nen aus sozial nicht privilegierten Schichten benachteiligt,
  • die Zuweisung der Schüler*innen zu verschiedenen Schulformen nach dem 4. Schuljahr zumindest zu früh erfolgt
  • im integrierten Schulsystem vielen Schüler*innen eine erhöhte Bildungsteilhabe ermöglicht wird,
  • den integrierten Schulen eine Förderung der Schüler*innen in einem besonderen Maße gelingt,
  • Lernen an  Gesamtschulen in  leistungsheterogenen  Lerngruppen  leistungsschwächere  Schüler*innen stärkt, ohne leistungsstärkere Schüler*innen zu hemmen.


Weitere Informationen erhalten Sie hier online:

Link zu der Pressemitteilung:

Link zu der Studie:


Verschiebung der Elternbefragung

"Dass die Elterninformationen und demnach die Elternbefragung im Mai unter Berücksichtigung der aktuellen Situation nicht stattfinden ist nachvollziehbar und aus unserer Sicht so auch richtig“, so Vorstandsmitglied Jan Roth. Denn für eine Befragung ist eine sachliche und neutrale Elterninformation im Vorfeld unerlässlich. Es bestünde sonst die Gefahr, dass die Eltern nicht richtig informiert werden würden und es hier zu Unsicherheiten bei den Eltern kommen könnte. Demnach wären die Ergebnisse einer solchen Befragung infrage zu stellen.

In diesen Tagen hören und lesen wir viel über eine „Bildungsungerechtigkeit“ bei der Beschulung bzw. Heimbeschulung. Ohnehin ist in kaum einem Industrieland der Bildungserfolg einer Person so abhängig von ihrem sozio-ökonomischen Hintergrund wie in Deutschland (unabhängig von Corona). Kinder aus Familien mit niedrigen Bildungsabschlüssen werden bereits strukturell benachteiligt, dies wird in der aktuellen Situation nochmals verschärft.

Auch wenn nun eine Verschiebung der Elternbefragung stattfinden muss und derzeit der Fokus auf die aktuelle Krise gerichtet wird, darf die Schulentwicklungsplanung nicht ruhen. Es dürfen keine weiteren negativen Verschiebungen in der Bildungsgrechtigkeit in unserer Stadt entstehen. Gerade in diesem Punkt ist die Gesamtschule für die Bürgerinitiative und viele unterstützende Eltern eine richtige Antwort. Daher muss in den kommenden Monaten mit Hochdruck an der Schulentwicklungsplanung gearbeitet werden, sodass bei einem positiven Ergebnis der Elternbefragung auch die Gesamtschule in 2021 starten kann.


Jahresrückblick und Blick nach vorne - 2020 wird entscheidend

Das Jahr neigt sich zu Ende und wir blicken zurück auf die Ereignisse in unserer Schullandschaft. Das Jahr begann für die Bürgerinitiative unter dem Motto "Erste Schulklasse der Gesamtschule" beim Karnevalszug. Dass die Elternbefragung und infolgedessen die mögliche Gründung der Gesamtschule auf frühestens 2021 verschoben werden soll, haben wir natürlich aufgegriffen. Ja, diese Verzögerungen haben zu manchem Unmut geführt, aber auch Gespräche mit der Verwaltung der Stadt Mettmann oder auch der Stadt Haan, welche jüngst Erfahrung bei der Gründung einer Gesamtschule gesammelt hat, haben uns aufgezeigt, dass alles seine Zeit benötigt. Wir konnten dann über den Verlauf der nächsten Monate feststellen, dass die Stadt Mettmann ihre Hausaufgaben macht und die Beschlusslage der Politik umsetzt. Im Juli hat der Rat dann der vorgelegten Machbarkeitsstudie zugestimmt und den Weg für die weiteren Planungsschritte für eine Gesamtschule vorbereitet. Zu dieser Zeit begannen die einen oder anderen Kritiker etwas lauter zu werden. Die Kosten für eine Gesamtschule wurden immer wieder kritisiert, es wurde immer wieder auf erforderliche Investitionen in andere Schulen hingewiesen. Auch wurde eine Petition zum Erhalt der Realschule gestartet, diese verebbte jedoch recht schnell und steht derzeit mit 285 Unterschriften aus Mettmann online. Ebenfalls wurden die kritischen Töne der Gymnasien und insbesondere des HHGs gegenüber der Gesamtschule lauter. Hier wird wohl Konkurrenz durch eine mögliche Gesamtschule befürchtet.

In den letzten Jahren war eine Gesamtschule für Mettmann noch weit entfernt. Nun wird diese Option greifbarer und erkennbar realistisch. Da werden nun die Kritiker aktiver. Dies haben wir erwartet, dies ist auch legitim und diese kritischen Haltungen dienen einer Meinungsbildung in einem demokratischen Prozess. Was aus unserer Sicht jedoch nicht fair ist, dass die Gesamtschule immer wieder instrumentalisiert wird und Verursacher für vermeindlich ausbleibende Investitionen in anderen Schulen sein soll. Fair ist auch nicht, dass teils mit falschen Fakten und Zahlen gegen die Gesamtschule argumentiert wird. Fair ist auch nicht, dass die viele Kinder in Mettmann keine Heimat in der weiterführenden Schullandschaft finden. Ja, die Überführung der Realschule zu einer Gesamtschule führt zu Veränderungen. Was wären die Alternativen?

Realschule und zwei Gymnasien: Alles bleibt wie es ist, das kann keine zu betrachtende Alternative sein, Lösungen für Kinder mit einer Hauptschulempfehlung wären in Mettmann nach wie vor nicht vorhanden.

Realschule, Gesamtschule und Gymnasium: Diese Variante haben wir in der Bürgerinitiative zu Beginn intensiv diskutiert. Es wurde jedoch schnell deutlich, dass auch nach Gesprächen mit Rainer Dalhaus, Mitglied im Landesvorstand GGG NRW, die Realschule sodann keine langfristige Perspektive hätte. Durch eine für den Großteil der Eltern attraktivere Gesamtschule würde diese mit gleicher Schulformempfehlung bevorzugt werden. Dies konnte bereits in anderen Städten mehrfach beobachtet werden.

Aus unserer Sicht ist die nun vorgesehene Variante mit zwei Gymnasien und einer Gesamtschule jedoch in der ganzheitlichen Betrachtung die beste Lösung für Mettmann. Unsere wesentliche Motivation zur Gründung der Bürgerinitiative war es, die vielen Stimmen aus vorausgehenden Abstimmungen für eine Gesamtschule nicht verstummen zu lassen. Daher freuen wir uns, dass nun die Elternbefragung im neuen Jahr kommt und die Eltern es in der Hand haben, die weiterführende Schullandschaft in Mettmann mitzugestalten. Daher wird das Jahr 2020 für die Schullandschaft in Mettmann entscheidend.


Gesamtschule als Utopie? Position der Bürgerinitiative zur aktuellen Presse

Gesamtschule Mettmann, die Geschichte einer politischen Utopie? Ja, vielleicht passt diese von den Realschul-Befürwortern genutzte Formulierung ganz gut für die letzten 30 Jahre. In jenem Zeitraum, in dem nunmehr zwei Genarationen in Mettmann eine Gesamtschule forderten und in der lange Zeit eine Gesamtschule nicht greifbar erschien. Doch aktuell scheint die Gesamtschule keine Utopie, vielmehr das mögliche Ergebnis einer basisdemokratischen Bewegung, welche bereits nach kurzer Zeit über 1.300 Unterstützer aus Mettmann fand. Utopie, etwas was in der Vorstellung existiert, jedoch nicht Wirklichkeit ist - passt diese Definition für die Gesamtschulform? Die einzige Schulform im Land, welche überprortional nachgefragt ist und als einzige Schulform überproportional wächst - hingegen insbesondere Hauptschulen aber auch Realschulen in den vergangenen Jahren deutlich rückläufig sind? Die Antwort auf die Frage ist für uns offensichtlich. Offensichtlich ist jedoch auch, dass in der Stellungnahme der Elternpflegschaft der Realschule einige Inhalte nicht stimmen (betrifft Artikel Schaufenster vom 28.11.2019). Eine Gesamtschule wird nicht auf 25 Kinder je Klasse begrenzt. Bei den 25 Kindern je Klasse handelt es sich um die erforderliche Mindestzahl je Klasse. Gemäß § 6 Abs. 5 Ziff. 1 VO zu § 93 Abs. 2 SchulG NRW beträgt der Klassenfrequenzrichtwert für Realschulen, Gesamtschulen und Gymnasien jeweils 28, bzw. abweichend hiervon 27 in den Klassen 5 bis 9. Es gilt eine generelle Bandbreite von 26 bis 30 Schülerinnen und Schülern pro Klasse, in den Klassen5 bis 9 von 25 bis 29. Also liegt hier kein Unterschied zwischen einer Realschule und einer Gesamtschule vor. Aber auch läuft die weitere Argumentation der Schulpflegschaft ins Leere (betrifft Artikel Schaufenster vom 28.11.2019 und RP vom 04.12.2019). Selbst bei Erhalt der Realschule müsste zum Einen dingend eine umfangreiche Sanierung bzw. ein Neubau realisiert werden zum Anderen wurde bereits in der Niederschrift der Ratssitzung vom 03.07.2018 bestätigt, dass ein weiterer Ausbau der Realschule mit fünf Zügen erforderlich ist. Die Gesamtschule an sich ist daher nicht ursächlicher Veranlasser für Umbau- und Neubautätigkeit und diesbezüglicher Konsequenzen und Kostenpositionen. Dies ist den Schülerzahlprognosen geschuldet, die momentan spürbar zunehmen. Einig sind wir uns jedoch alle, dass ausreichend Züge in den weiterführenden Schulen in Mettmann zur Verfügung gestellt werden müssen. Daher begrüßen wir als Bürgerinitiative bereits auch die formale Erhöhung der Zügigkeit des HHG. Die Zügigkeiten einer möglichen Gesamtschule muss nun in der in Bearbeitung befindlichen Machbarkeitsstudie anhand der Schülerzahlprognosen ermittelt werden. Dabei sollte auch beachtet werden, dass ein Rückholeffekt aus umliegenden Städten erwartet werden kann. Wir sehen dies keineswegs als „Belastung“ für Mettmann. Wir erachten es als Selbstverständlichkeit und Notwendigkeit, dass eine Stadt selbst in der Lage sein sollte, allen Kindern eine Schulheimat bieten zu können. Die Situation, dass in den vergangenen Jahren bis zu einem Viertel Schülerinnen und Schüler in umliegende Städte auspendeln ist kein gutes Zeichen für Mettmann. Dies sollte verbessert werden und dazu müssen nachfrageorientierte und zukunftsfähige Schulformen entwickelt werden.

Letzendlich haben wir alle das gleiche Ziel: Eine gute Schule für unsere Kinder in unserer eigenen Stadt. Lasst uns an diesem gemeinsamen Ziel arbeiten und daher richtig in die Zukunft investieren. Wir haben es in der Hand, die Informationsveranstaltungen und die Elternbefragung kommen im Frühjahr 2020 – endlich!

Link zu dem Artikel Schaufenster: Artikel Schaufenster vom 28.11.2019

Link zu dem Artikel Rheinische Post: Artikel RP vom 05.12.2019


Aktuelles aus dem Ausschuss für Schule, Kultur und Sport

Im Ausschuss für Schule, Kultur und Sport wurde am 21.11.2019 die aktulle Zeitplanung für die Gesamtschule vorgestellt. Es ist positiv hervorzuheben, dass die bereits vor dem Sommer 2019 vorgelegte Zeitplanung bestätigt werden kann. Ist ist somit erkennbar, dass die erforderlichen Schritte für die im Frühjahr 2020 anstehende Elternbefragung durchgeführt werden. Wir als Bürgerinitiative erachten es für sehr wichtig, dass zeitnah eine Lösung für die weiterführenden Schulen in Mettmann gefunden wird - und zwar für alle Kinder. Dies ist seit mehreren Jahren leider nicht der Fall. Auch wurde in dem Ausschuss intensiv über die Zugigkeit der Gymnasien, insbesondere des HHGs und in diesem Zusammenhang auch über die Gesamtschule diskutiert. Es wurde der Beschluss gefasst, dass das HHG ab dem kommenden Schuljahr auf 4 Züge formal erweitert wird. Dies würdigen wir als Bürgerinitiative als positives Signal und dies entspricht der derzeit erkennbaren Nachfrage in der weiterführenden Schullandschaft. Bei der Schulentwicklungsplanung muss jedoch eine ganzheitliche Betrachtung erfolgen, es dürfen nicht nur die Interessen der Gymnasien isoliert betrachtet werden. Die Gymnasien bilden in Mettmann mit formal 7 genehmigten und 9 faktischen Züge ein deutliches Übergewicht. Hingegen finden Kinder mit einer Hauptschulempfehlung sowie Familien mit einem Gesamtschulwunsch derzeit keine Heimat in Mettmann. Diese Diskrepanz ist offenkundig und kann durch die Integration einer Gesamtschule nach unserer Auffassung behoben werden. So kann eine gute Koexistenz zwischen den beiden Gymnasien und einer Gesamtschule ermöglicht werden, an der letztendlich die Schulen und vor allem unsere Kinder in unserer Stadt profitieren.

Politik ebnet den weiteren Weg für die Gesamtschule!

Nach der Vorberatung im Ausschuss für Schule, Kultur und Sport hat am 18.06.2019 der Haupt- und Finanzausschuss und abschließend der Rat am 10.07.2019 der vorgelegten Machbarkeitsstudie zugestimmt und den Weg für die weiteren Planungsschritte für eine Gesamtschule vorbereitet. Wir begrüßen diese positiven Entwicklung und danken der politischen Vertreter, dass trotz der neuen Erkenntnisse zu dem höheren Kostenvolumen an diesem wichtigen Baustein der Schullandschaft in Mettmann festgehalten wird.


Verwaltung braucht mehr Zeit für die Elternbefragung!

Zwar haben wir im Schulausschuss am 07.03.2019 viele Argumente für eine Verzögerung eines möglichen Starts der Gesamtschule in 2020 gehört, nur können wir diese nur bedingt nachvollziehen. Richtig ist natürlich, dass noch einiges zu tun ist, vieles auch im Verwaltungshandeln und auf Wegen, die für die Öffentlichkeit nur bedingt nachvollzogen werden können. Plausibel ist auch, dass vor einer Elternbefragung die grundsätzliche Realisierbarkeit für diese Schulform bzw. dieses Vorhaben gegeben sein muss.

Jedoch schien uns, dass man sich um einige Argumente bemüht hat. Die baufachlichen und planungsrechtlichen Voraussetzungen sowie die Verfügbarkeit von Handwerken sind nur als Beispiel zu nennen. Es wird auch für unwahrscheinlich gehalten, dass eine Schulleitung so schnell gefunden werden kann. Wir alleine kennen da schon zwei Kanditaen, die Interesse haben und die Voraussetzungen für diese Stelle mitbringen. Und dann die theoretische Unsicherheit, dass die Elternbefragung zwar zugunsten der Gesamtschule ausfällt, jedoch dann anschließend die Anmeldungen ausbleiben. Über diese Aussagen darf man sich zumindest wundern.

Nach unserer Auffassung geht es zunächst nicht darum, jedwede Genehmigungsvoraussetzung abschließend überprüft zu haben, sondern eine Befragung der Eltern für eine grundsätzliche Bestätigung dieser Schulform zu erreichen. Dazu muss noch kein Bebauungsplan fertig sein, noch keine Überprüfung der Handwerkerkapazitäten und noch kein abschließendes pädagigisches Konzept und Lehrpersonal feststehen. Es wäre schön, wenn der Fokus auf der Umsetzung des Vorhabens und der Lösung von Herausforderungen bestehen würde und nicht in der Aufzählung der Hürden, Probleme und theoretischer Fallstricke. Der Unmut der Politik und der Eltern wird auch dadurch bestärkt, dass viele umliegende Städte beweisen, dass sie in der Lage sind die Herausforderungen zu meistern und Gesamtschulen realisieren.

Aber das Jahr 2020 ist nun nicht mehr zum Umsetzung der Gesmtschule greifbar. Wir sollten alles daran setzen, dass zumindest das Jahr 2021 als Start für die Gesamtschule erreicht wird. Daran werden wir aktiv arbeiten, es ist noch einiges zu tun!


Bürgerinitiative beim Karnevalszug in Mettmann!

Foto: TME - taegliche.me

Die Bürgerinitiative "Gesamtschule für Mettmann" hat dieses Jahr beim Karnevalszug in Mettmann teilgenommen. Unter dem Motte "Erste Schulklasse der Gesamtschule" haben wir bei weitgehend sonnigen Wetter mit gefüllten Tonistern, Bollerwagen und Schultüten ordentlich Kamelle und Schreibwaren verteilt. Dass die Verwaltung die Elternbefragung aufgrund personeller Engpässe und infolgedessen die mögliche Gründung der Gesamtschule auf frühestens 2021 verschoben werden soll, haben wir aktuell aufgegriffen.     


Verbindliche Elternbefragung auf den Weg gebracht!

In der Sitzung des Rates der Stadt Mettmann wurde am 11.12.2018 der gemeinsame Antrag der Grünen, Linke / Piraten, SPD und CDU mehrheitlich beschlossen. Mit dem Beschluss wird der aus dem Jahr 2017 stammende Ratsbeschluss zur Integration eines Hauptschulzweiges an der Realschule nach § 132c Schulgesetz NRW aufgehoben und es soll im Jahr 2019 eine verbindliche Elternbefragung zur Einrichtung einer Gesamtschule durchgeführt werden. Die Ergebnisse dieser Befragung sollen ab dem Schuljahr 2020/2021 umgesetzt werden.

In der Antragsbegründung haben die Fraktionen darauf hingewiesen, dass auch der von der Bürgerinitiative dokumentierte Elternwille maßgeblich für die Antragsstellung war. Die Bürgerinitiative freut sich über diesen großen Erfolg und einem weiteren großen Schritt zur Umsetzung einer Gesamtschule.

Link zur Artikel: Artikel RP vom 09.11.2018
Link zum Antrag (Ratsinfosystem): Antrag Fraktionen vom 07.11.2018


Unterschriftenaktion am 03.11.2018

Am Samstag, den 03.11.2018 hat die Bürgerinitiative weitere Unterschriften unter dem "Waschbrett" in der Innenstadt gesammelt. Bei guten Wetter und in guter Nachbarschaft zu der Kolping-Familie, welche unter dem "Waschbrett" Kuchen und Kaffee anbot, konnten weitere Unterschritfen gesammelt und viele Gespräche mit den Mettmannerinnen und Mettmannern geführt werden. Insgesamt liegen unserer Bürgerinitiative nun über 1.300 Unterschriften vor.

Unterschriftenaktion am 22.09.2018


Am Rande des Kindertrödels in der Stadthalle hat die Bürgerinitiative weitere Unterschriften gesammelt. Es waren auch viele Besucher aus den umliegenden Städten da. Diese konnten zwar nicht unterzeichnen (nur für Mettmannerinnen und Mettmanner), jedoch zeigten sich diese vielfach erstaunt, dass es in der Kreisstadt Mettmann noch keine Gesamtschule gibt. Wir arbeiten weiter daran, dass auch in Mettmann eine Gesamtschule eingerichtet wird.

Schwelle von 1.000 Unterschriften überschritten!

Im Zuge des Weltkindertags hat die Bürgerinitiative weitere Unterschriften für die Einrichtung einer Gesamtschule in Mettmann gesammelt. Es wurde nun die Schwelle von 1.000 Unterschriften überschritten. Wir möchten uns an dieser Stelle bei allen Mitwirkenden und allen Unterstützern bedanken. Wir sind von dem großen Zuspruch aus Verwaltung, Politik und Öffentlichkeit motiviert an unserem Vorhaben weiter fest zu halten. Somit werden wir weitere Aktionen und Unterschriftensammlungen durchführen. Zum Kinderflohmarkt am 22.09.2018 ab 14.00 Uhr wird der Unterschriftenstand am Vorplatz zur Stadthalle aufgebaut.


Fraktionen bekennen sich zum Bürgerwillen und zur Gesamtschule!

Am 13.09.2018 berichtet die Rheinische Post, dass sich die Fraktionen CDU, SPD und FDP für die Umsetzung des Bürgerwillens und die Einführung einer Gesamtschule in Mettmann aussprechen. An einem mobilen Stand der Rheinischen Post haben das die drei Fraktionen und auch Herr Bürgermeister Thomas Dinkelmann geäußert. Die Fraktionen Grüne und Linke hatten sich bereits im Vorfeld eindeutig für die Einführung einer Gesamtschule in Mettmann positioniert. In den vergangenen Wochen hat die Bürgerinitiative intensiv gearbeitet, es wurden weitere Unterschriftenstände in der Innenstadt aufgestellt, Unterschriften gesammelt und Gespräche mit den Bürgerinnen und Bürgern geführt. Durch Gespräche mit Herrn Dinkelmann und der Verwaltung sowie den Fraktionen SPD und CDU in den vergangenen zwei Wochen konnten wir und alle Unterstützer den Bürgerwillen und unsere Ziele nochmals deutlich machen und auch zu der neuen politischen Ausrichtigung aktiv mitwirken.

Ein erster großer Erfolg! Wir machen gestärkt weiter und knüpfen an diesem Erfolg an.

Link zum Artikel: Artikel RP vom 13.09.2018

 

Unterschriftenaktion am 01.09.2018

Wir haben am Samstag wieder eine große Unterstützung von den Mettmanner Bürgerinnen und Bürgern erfahren. Die Bürgerinitiative  hat am Heimatfest-Samstag auf dem Platz an den Schäfchen (Schäfergruppe Freiheitstraße) weitere Unterschriften für eine Gesamtschule in Mettmann gesammelt. Es konnten an diesem Tag weitere 290 Unterschriften für die Gesamtschule verzeichnet werden. Die Anzahl wäre sogar noch höher, könnten die Unterschriften von Bürgerinnen und Bürgern benachbarter Städte mitgezählt werden. Die vielen Besucher aus den Nachbarstädten zeigten sich auch verwundert, dass in der Kreisstadt Mettmann noch keine Gesamtschule vorhanden ist. Insgesamt wächst die Gesamtzahl der Unterschriften nun auf knapp über 800. Wir steuern nun die Zahl von über 1.000 an und werden diese Schwelle wohl bei der nächsten Unterschriftenaktion im September überschreiten. Wir sehen uns durch die vielen Gespräche bestätigt und gestärkt an unserem Vorhaben festzuhalten.

Bürgerinitiative im Sommergespräch bei der RP

Im Rahmen der Sommergespräche fand ein Interview mit unserer Bürgerinitiative statt. Die Rheinische Post hat am 13.08.2018 dazu einen Artikel verfasst. Es scheint nun deutlicher zu werden, dass formale Gründe gegen die Integration einer Gesamtschule in der Schullandschaft in Mettmann nicht im Wege stehen und, dass auch die Verantwortlichen in der Polik langsam umdenken.

Link zum Artikel: Artikel RP vom 13.08.2018

71 % pro Gesamtschule!

Von den 853 Teilnehmern, die sich an einer Taeglich.ME-Umfrage auf Facebook in der Zeit vom 03.08. bis 10.08. beteiligt haben, sprechen sich 608 für die Einrichtung einer Gesamtschule aus – selbst wenn dafür eine der bestehenden Schulen (eines der Gymnasien oder die Realschule) geschlossen werden muss. Das entspricht 71%. Das unterstreicht nochmal das Ergebnis der Elternbefragung aus dem Jahr 2016, in dem die Zustimmung für die Gesamtschule nahezu identisch bei 72% lag.

Link zum Artikel (Abo muss vorhanden sein): Artikel taeglich.me vom 10.08.2018

In der Gesamtschule Heiligenhaus alleine 180 Kinder aus Mettmann.

Die Gesamtschule in Heiligenhaus ist für Mettmann bereits seit langer Zeit gut bekannt. Mangels Alternativen in Mettmann pendeln seit vielen Jahren Mettmanner Kinder in die Nachbarstadt im Kreis. Nach aktueller Berichterstattung der WAZ liegt der Anteil der Mettmanner Kinder in der Gesamtschule in Heiligenhaus bei 180! Zuletzt wurden Kinder aus Mettmann aufgrund des eigenen Bedarfes in Heiligenhaus abgelehnt. Wieder mal ein Grund mehr über eine Gesamtschule in Mettmann nachzudenken.
Link zum Artikel: Artikel WAZ vom 01.08.2018


Blick auf die Nachbarn, wie läuft die neue Gesamtschule in Haan?

Interessant ist auch ein Blick in die Nachbarschaft. In Haan wurde 2017 eine Gesamtschule eingerichtet. Es musste dazu die Hürde von 100 Anmeldungen für eine Vierzügigkeit genommen werden. Die Schule startete dann letztes Jahr schon fünzügig mit 129 Schülerinnen und Schülern! Diese Jahr liegt die Anmeldezahl bei 147 Schülerinnen und Schülern! Skeptiker bezweifelten damals, dass die erforderliche Anmeldezahl von 100 Personen erreicht wird. Skeptiker sind in Mettmann trotz der vielen Fakten und Argumente für eine Gesamtschule noch immer vorhanden! Warum?
Link zum Artikel: Artikel RP vom 17.02.2018

 

Über 300 neue Unterschriften bei der ersten Unterschriftenaktion am 08. Juli!

Unsere am 05.07.2018 neu gegründete Bürgerinitiative „Gesamtschule für Mettmann" informierte am Sonntag Bürgerinnen und Bürger in der Innenstadt von Mettmann. Bei sommerlichen Wetter und einer prall gefüllten Innenstadt informierten wir am eigenen Infostand auf dem Platz Am Königshof über unser Ziel, in Mettmann eine Gesamtschule einzurichten. Dabei wurde deutlich, dass über das Thema Gesamtschule durchaus Aufklärungsarbeit geleistet werden muss. Es entstanden viele Gespräche und es fanden sich viele Befürworter und auch neue Mitglieder für die Bürgerinitiative. Es konnten bereits nur an diesem Tag über 300 neue Unterschriften pro Gesamtschule gesammelt werden.